Erkennen:
Steigende Ketone richtig einordnen

Im Gespräch mit Prof. Dr. Ebert und Kathi Korn:
Warum die frühe Phase einer DKA schwer zu erkennen ist und welche Rolle unspezifische Symptome im klinischen Alltag spielen.

Ein Mann mit blonden kurzen Haaren und Brille stützt sich auf einem Stapel Bücher ab. Er schaut nachdenklich zur Seite. Hinter ihm bauen sich Ketone auf.
Ein Mann mit blonden kurzen Haaren und Brille stützt sich auf einem Stapel Bücher ab. Er schaut nachdenklich zur Seite. Hinter ihm bauen sich Ketone auf.
Ein Mann mit blonden kurzen Haaren und Brille stützt sich auf einem Stapel Bücher ab. Er schaut nachdenklich zur Seite. Hinter ihm bauen sich Ketone auf.

Steigende Ketone und DKA im Blick 

Viele Fälle diabetischer Ketoazidosen (DKA) werden erst erkannt, wenn sie bereits klinisch fortgeschritten sind. So zählt die DKA zu den häufigsten akuten Notfallsituationen im Diabetesmanagement.1,2 Eine zentrale Herausforderung besteht darin, dass frühe Symptome häufig unspezifisch sind und daher leicht übersehen oder fehlinterpretiert werden. 3–5

Prof. Dr. Thomas Ebert, Endokrinologe und Diabetologe am Universitätsklinikum Leipzig, und Kathi Korn, die seit vielen Jahren mit Typ-1-Diabetes lebt und deren Diagnose im Rahmen einer lebensbedrohlichen DKA gestellt wurde, beleuchten das Thema aus medizinischer und persönlicher Perspektive anhand folgender Fragen:

  • Welche frühen Symptome können auf eine DKA hindeuten?
  • Warum werden diese im Alltag häufig fehlinterpretiert?
  • Wie kann man Menschen mit Diabetes auf einen DKA-Notfall vorbereiten?

Fazit: DKA frühzeitig erkennen

Die frühzeitige Einordnung unspezifischer Symptome ist ein wesentlicher Ansatzpunkt, um DKA-Risiken rechtzeitig zu erkennen und das Risiko einer Eskalation zu reduzieren. Aus dem Gespräch lassen sich drei für die Praxis relevante Aspekte ableiten:

Frühe Symptome berücksichtigen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Abdominelle Schmerzen
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Polyurie oder Polydipsie

können auf eine beginnende DKA hindeuten.6,7 

Unspezifische Beschwerden im Kontext einordnen:

Da die Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten, werden sie häufig nicht unmittelbar mit einer DKA in Verbindung gebracht.3–5



 

Auf den DKA-Notfall vorbereiten:

Wiederholte, alltagsnahe Aufklärung sollte vermitteln, welche Symptome relevant sind, wann eine Ketontestung erforderlich ist und wie im Verdachtsfall zu handeln ist.


 

Prüfen: Wann ist eine Ketonmessung angezeigt?

Prof. Dr. Ebert und Kathi Korn zeigen im weiteren Gespräch auf, in welchen Situationen eine Ketonmessung angezeigt ist, wann Menschen mit Diabetes unter besonderem Risiko stehen und warum Glukose und Ketone nicht zwangsläufig parallel verlaufen.

Mehr erfahren: Ketone und DKA

Steigende Ketone

Steigende Ketone können unterschiedliche Ursachen haben. Erhalten Sie einen Überblick über deren Bedeutung und darüber, wann eine Ketonmessung angezeigt ist. 

Mehr erfahren 

Fortbildungsreihe „Diabetes & Ketone“

Welche Bedeutung haben Ketone im Energiestoffwechsel und welche Prozesse führen zur Entwicklung einer DKA? Diese und weitere Grundlagen werden im Seminar „Von Ketonen zur Ketoazidose: Grundlagen für die Praxis“ vermittelt.

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Referenzen

  1. Umpierrez, G.E. et al. Diabetes Care. 2024; 47(8):1257−1275.
  2. Nguyen, K.T. et al. J Diabetes Sci Technol. 2022; 16(3):689–715.
  3. Virdi, N. et al. Diabetes Technol Ther. 2023; 25(S3):S75−S84.
  4. Albanese-O'Neill, A. et al. Diabetes Care. 2017; 40(4):e38−e39.
  5. Hepprich, M. et al. BMJ Open Diabetes Res Care. 2023; 11(6):e003662.
  6. American Diabetes Association. Diabetes & DKA (Ketoacidosis). https://diabetes.org/about-diabetes/complications/ketoacidosis-dka/dka-ketoacidosis-ketones.
    Zugegriffen: 27. April 2026.
  7. Haak, T. Diabetol Stoffwechs. 2024; 19:S155–S166.

Agenturfoto. Mit Models gestellt.

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